10-Tage-Seminar Budopädagogik

Intensiv-Woche des 11. Ausbildungskurses in Schweden

Gute Voraussetzungen für eine lehrreiche gemeinsame Zeit waren gegeben: Südschwedens Naturidylle in Smålands Wald- und Seenlandschaft , einsam gelegener Landsitz (Wolterssons Budo Borg) in gediegenem Ambiente (mit eigenem Dojo und Sauna), gutes Mai-Wetter sowie hochinteressierte Kursteilnehmer der aktuellen 11. Staffel und einem engagiertem Lehrerteam (Ausbildungsleiter Dr. Jörg Wolters mit den BP-Master-Kandidaten Doris Nachtlberger aus Österreich sowie Michael Kipp, D-Süd, und S. Grams, D-Ost) – und mit vollem Programm.

 

In der Theorie wurden neben den Wesenselementen des Budo (Bu, Do, Dojo, Reigi Shitei, Zen) die Philosophie des Yin & Yang, die Vier Elemente (Feuer, Erde, Wasser, Luft) und die Fünf Wandlungsphasen (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) vertieft und in ihrem Bezug auf den Menschen (Körper-Seele-Geist), seine Lebensgestaltung und am Ende auf mögliche Auswirkungen für Pädagogik und Therapie erarbeitet. Dabei wurden ausführlich die fünf Grundgefühle (Wut, Angst, Liebe, Trauer, Freude) als bedeutsame Chancen und Grenzen der Persönlichkeitsentwicklung und Veränderung näher untersucht. Horizonterweiterung und Grenzerfahrung durch Budo (-Pädagogik) wurde auch in diesem Zusammenhang als hilfreiche und „heilende“ Methode analysiert.

 

Daneben wurde regelmäßig die Praxis des Zazen, Kinhin, Qi Gong und Tai Chi geübt. Es gab Unterweisungen im Buddha-Bogen-Schießen und Kata-Unterricht im Kobudo mit selbstgeschnitztem Bo (beides aus dem Shoto-Kempo-Ryu).

   

Die Tage waren von 06 Uhr bis 24 Uhr vollgepackt mit Unterricht und persönlichen Gruppenerfahrungen im Geiste des Dojo, mit gemeinsamen Kochen und Arbeiten (Soji). Auch gab es noch (etwas) Zeit zum Angeln (leckere Hechte), Kanufahren (inkl. Kentern) und Baden, Sonnen (inkl. Sonnenbränden), für Lagerfeuergespräche, zum Musizieren und Feiern… Die Abreise per Flieger oder Bus und PKW in alle Himmelsrichtungen fiel allen schwer, da die Themen sehr bewegt haben und vor allem auch die Gemeinschaft durch das enge Zusammenleben stark zusammengewachsen ist.

   

Stade, Mai 2015