Wachsender Bedarf nach Qualifizierung –
Die Weiterbildung als innovative Antwort

Trotz erziehungs-, sport- und sozialwissenschaftlich bestätigtem Erfolg vieler Budo-Projekte in Pädagogik, Beratung und Therapie und dem wachsenden Interesse von Institutionen, Budo in der Betreuung und Behandlung ihrer Klientel zu integrieren, fehlte es bisher an speziell qualifizierenden Ausbildungen, die die erforderliche professionelle Kompetenz vermitteln, garantieren und den Praktikern auch formal zertifizieren.

Die am Institut für Jugendarbeit über lange Jahre durchgeführte Zusatzqualifikation "Budo und soziales Lernen" für Trainer asiatischer Kampfsportarten knüpfte an diesen Bedarf an und führte 1999 – erstmals überhaupt – zur Entwicklung eines umfassenden Ausbildungskonzeptes mit offizieller Anerkennung für Berufe in pädagogischen Handlungsfeldern. Die 1 ½-jährige berufsbegleitende Weiterbildung zur Budo-Pädagogin / zum Budo-Pädagogen, die von 1999 bis 2011 in Kooperation des Instituts für Jugendarbeit des Bayerischen Jugendrings und dem Institut für Budopädagogik zum wiederholten Male in Gauting angeboten wird

  • ist ein bundesweit einmaliges Angebot zur besonderen fachlichen Qualifizierung von ausgesuchten Interessenten,
  • die über den zielgerichteten Einsatz fernöstlicher Kampf- und Bewegungskünste des Budo (speziell ihrer Kampfkunst) systematische Lehr-, Lern- und Therapieprogramme entwickeln, betreuen oder durchführen wollen.

Ziele der Weiterbildung

Die berufsbegleitende Weiterbildung

  • qualifiziert die Berufspraxis, insbesondere die Jugend-, Sozialarbeit und Pädagogik und ihre Mitarbeiter
  • gibt einen systematischen Überblick über die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Budo in erzieherischen, sozialen und therapeutischen Feldern,
  • befähigt die Teilnehmer/innen, in einem ausgesuchten Praxisfeld selbst Budopädagogik anzuwenden oder konzeptionelle Leitungsverantwortung für budopädagogische Projekte und Behandlungsansätze zu übernehmen,
  • verfolgt einen interdisziplinären Ansatz durch die Kooperation der Vertreter verschiedener Budo-Systeme, wissenschaftlicher Fachgebiete, unterschiedlicher Berufsgruppen und ihrer Institutionen

Zielgruppen

An wen wendet sich diese qualifizierende Maßnahme, welche Voraussetzungen sind zu erfüllen und für wen ist sie besonders geeignet, die beruflichen Standards wie Perspektiven zu verbessern ?

Die Weiterbildung richtet sich in erster Linie an professionell Tätige in erzieherischen, sozialen und therapeutischen Feldern, also z.B.

  • Erzieher/innen,
  • Sozialarbeiter/innen,
  • Heil-, Sonder- und Sozialpädagogen/innen,
  • Lehrer/innen und Pädagogen/innen,
  • Sportlehrer/innen und -therapeuten/innen
  • Physio- und Bewegungstherapeuten/innen,
  • Psychologen/innen

sowie alle berufsverwandten Professionen mit Erfahrungen in einer Kampfsportart/Kampfkunst (Budo), vor allem Trainer/innen und Lehrmeister/innen, aber auch

  • an erfahrene und höhergraduierte Kampfsport- und Budo-Trainer mit Erfahrungen insbesondere im Kinder- und Jugendbereich
  • sowie im Sportbereich Verantwortliche und Funktionäre aus Verband, Behörde oder gemeinnütziger Institution mit Engagement und Interesse an einer grundlegenden pädagogischer Qualifikation.