Qualitätssicherung

Denn: Dies scheint insbesondere auch deshalb sinnvoll, wenn nicht nötig zu sein, da sich immer mehr Angebote und Projekte in der Jugend- und Sozialarbeit abzeichnen, in denen Kampfsport oder Kampfkunst zur Anwendung kommen soll, um alles Mögliche damit ereichen zu wollen, ohne dass die Anbieter oder das Angebot als solches fachlich hinreichend fundiert oder auch nur plausibel wäre. Dieses schadet nicht nur einem konkreten Projekt, den daran Beteiligten und deren spezieller Zielgruppe, sondern der Sache im Ganzen. 

Besonders häufig und deutlich zunehmend sind zur Zeit “Anti-Gewalt”-Kurse, die aber stets einer besonderen Gefahr des Versagens (und nicht nur der Effektlosigkeit) unterliegen: Keine Kampfkunst macht per se friedfertig und nicht jeder Trainer/Mitarbeiter verfügt über ausreichend Kompetenz (Wissen UND Erfahrung), um diese schwierige Aufgabe (für sich UND die Adressaten) erfolgreich zu bewerkstelligen. Es ist von ungeheurer Wichtigkeit, daß gerade hier nicht jeder, der sich das vielleicht zutraut, mit einem so umstrittenen und wahrlich nicht gefahrlosen Ansatz auf die schwierige Zielgruppe der Gewalttäter mit seinen Ideen und Lehrmethoden “losgelassen” wird. Für beide Seiten ist mangelnde Vorbereitung äußerst schädlich.

Wer gezielt sozialpädagogisch oder gar therapeutisch mit Budo arbeiten will, sollte, auch wenn er oder sie noch so budo-erfahren ist, auch im Eigeninteresse sein Konzept von Experten begutachten und sich selber beraten, begleiten und das Ganze kritisch (fachlich) “überwachen” lassen. Das dient dem Erfolg. Dem eigenen und dem des Angebots…

  • Wollen Sie Ihr Angebot auf sichere Füße stellen ? Ihre Ideen erfolgreich umsetzen ? Einen guten Rat ? Beistand ? Kritik ?
  • Tragen Sie Verantwortung und wollen kein Experiment, sondern Expertise ?
  • Sollen Ihre Mitarbeiter/Trainer nichts falsch machen ?
  • Wünschen Sie Vernetzung mit Gleichgesinnten und Kollegen ?
  • Benötigen Sie wissenschaftliche Unterstützung, Forschung, Publikationen ?

Modelle der Qualitätssicherung

Das Institut für Budopädagogik hat es sich zur Aufgabe gemacht, für die  Qualitätssicherung  budo-bezogener (im weiteren Sinne) und vor allem budopädagogischer Angebote und Projekte – aber auch der Anbieter – Sorge zu tragen, in dem es als  Beratungs-  und Kontrollorgan die Fachaufsicht für Inhalt, Konzept, Methode und Mitarbeiter übernimmt sowie bei Erfüllung spezieller Gütekriterien und Auflagen die Zertifizierung durch sein Gütesiegel vornimmt und somit für die Qualität und Seriosität für Angebot und/oder Anbieter als Fachinstanz bürgt.

Hier kommen neben den eher beratenden und supervidierenden Maßnahmen zum Zwecke der fachlichen Fundierung und Bertreuung besonders 2 verschiedene Modelle der Zusammenarbeit zwischen Anbieter und dem IfBP zur Anwendung:

1. Prinzip "Freiwillige Selbstkontrolle"

wonach die Anbieter (Institutionen, Verbände, Vereine, Dojo, Schulen, Sparten, Projekte etc.) sich in einem Netzwerk oder selbständig ganz freiwillig der fachlichen Kontrolle und ggf. auch dauernden Überwachung durch das IfBP unterziehen und somit die geprüfte Qualität ihres Angebotes vertrauensbildend nach Aussen dokumentieren.

2. Prinzip "Partnerschaft"

wonach Anbieter und/oder ein spezielles Angebot in planerischer, begleitender, unterstützender, evaluierender oder berichterstattender und in loser oder enger theoretischen oder gar auch praktischen Kooperation mit dem IfBP durchgeführt werden.

In beiden Fällen bürgt die Beteiligung des IfBP sowohl für die korrekte Fachlichkeit eines Angebotes als auch für die Glaubwürdigkeit der durchführenden Anbieter – und somit insgesamt für die Integrität eines Unternehmens.

Der öffentliche Hinweis auf die Kooperation mit dem IfBP, von dort aus geprüfter und durch das IfBP verbürgter Qualität (durch ein spezielles und geschütztes Logo) soll in der Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit sowie Verantwortlichen und nicht zuletzt bei den Adressaten selbst Vertrauen in Angebot und Anbieter schaffen. Dieses dient einer gewissen Qualitätsgarantie zum Nutzen aller Beteiligten und der übergeordneten Ziele und Ideen.

Die Fachaufsicht über den Berufsverband der Budo-Pädagoginnen und Budo-Pädagogen (BvBP):

Dem IfBP obliegt laut Satzung des BvBP als eines seiner zentralen Organe, dem Aufsichtsrat, die Fachaufsicht über den Berufsverband.
In § 7 wird dem Aufsichtsrat, vertreten durch das Institut für Budopädagogik Stade (bzw. seiner Mitglieder)

a) die fachliche Beratung des Vorstandes zur Budo-Pädagogik,

b) Kontrolle der zweckgebundenen Amtsführung des Vorstandes, und

c) die Regelung der für Budo-Pädagogen/innen verbindlichen Berufsordnung übertragen.

Neben seiner formalen kontrollierenden Funktion ist das IfBP in erster Linie mit der Fachaufsicht im Sinne der Qualitätssicherung dessen, was in Theorie und Praxis “Budopädagogik” ist (und was nicht), betraut sowie mit der fachlichen Beratung und Betreuung, Ausbildung und Interessenvertretung der Budo-Pädagoginnen und -Pädagogen, aber auch ihrer kritischen Begleitung. Insofern handelt es sich bei dieser Zusammenarbeit um eine gemeinschaftliche Kooperative der Etablierung und Aufrechterhaltung besonderer Qualitätsstandards (vgl. “Qualitätsstandards und Gütekriterien des IfBP”).

IfBP und BvBP weisen darauf hin, dass mit der Mitgliedschaft im Verband die Erfüllung besonderer Aufnahmekriterien, der erfolgreiche Nachweis besonderer Kompetenzen und Leistungen sowie die Einhaltung einer Berufsordnung verbunden sind, so dass Budo-Pädagoginnen und -Pädagogen mit der zusätzlich ausgewiesenen Bezeichnung “BvBP” besonders hohe Qualitätsstandards ihres Berufsstandes erfüllen. Somit bürgt das offizielle Verbandskürzel (BvBP) als spezielles Gütesiegel für die professionelle Qualität von Budo-Pädagoginnen und -Pädagogen, wofür auch das IfBP fachlich mitverantwortlich zeichnet. 

Kontakt zu den Aufsichtsratsmitgliedern des BvBP :

Sebastian Grams, Budopädagoge / Budotherapeut, Volljurist (Greifswald) : Seb.Grams@gmx.de

Kontakt mit dem BvBP via Internet:

Berufsverband der Budo-Pädagogen

Zusammenarbeit zwischen dem IfBP und dem BvBP