Berufqualifizierende Weiterbildung zur Budopädagogin/zum Budopädagogen

  • qualifiziert die Berufspraxis, insbesondere die Jugend-, Sozialarbeit und Pädagogik und ihre Mitarbeiter
  • gibt einen systematischen Überblick über die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Budo in erzieherischen, sozialen und therapeutischen Feldern,
  • befähigt die Teilnehmer/innen, in einem ausgesuchten Praxisfeld selbst Budopädagogik anzuwenden oder konzeptionelle Leitungsverantwortung für budopädagogische Projekte und Behandlungsansätze zu übernehmen,
  • verfolgt einen interdisziplinären Ansatz durch die Kooperation der Vertreter verschiedener Budo-Systeme, wissenschaftlicher Fachgebiete, unterschiedlicher Berufsgruppen und ihrer Institutionen

Zielgruppe

Die Weiterbildung richtet sich in erster Linie an professionell Tätige in erzieherischen, sozialen und therapeutischen Feldern, also z.B.

  • Erzieher/innen,
  • Sozialarbeiter/innen,
  • Heil-, Sonder- und Sozialpädagogen/innen,
  • Lehrer/innen und Pädagogen/innen,
  • Sportlehrer/innen und -therapeuten/innen
  • Physio- und Bewegungstherapeuten/innen,
  • Psychologen/innen

sowie alle berufsverwandten Professionen mit Erfahrungen in einer Kampfsportart/Kampfkunst (Budo), vor allem Trainer/innen und Lehrmeister/innen, aber auch

  • an erfahrene und höhergraduierte Kampfsport- und Budo-Trainer mit Erfahrungen insbesondere im Kinder- und Jugendbereich
  • sowie im Sportbereich Verantwortliche und Funktionäre aus Verband, Behörde oder gemeinnütziger Institution mit Engagement und Interesse an einer grundlegenden pädagogischer Qualifikation.

Exemplarische Arbeitsthemen

Budo-Theorie: Geschichte, Geisteskultur und Philosophie des Budo; Budo-Lehre, -Praxis und Wirkung

  • Historische Entwicklung ostasiatischer Kampfkünste
  • Yoga, Taoismus, Konfuzianismus und Buddhismus als essentielle Grundlagen der Budo-Geisteshaltung
  • Möglichkeiten und Grenzen des Ost-West-Transfers
  • Koryu Bugei – Gendai Budo: gestern und heute
  • Bu, der Kampf und seine Tranzendierung
  • Do: Die Bedeutung des „WEG“-Prinzips
  • Seishin: Budo-Geist – Meditation und Mondo…
  • Reigi: Die Etikette – Ritual oder „Innerer Schulungsweg“ ?
  • Analyse von originären Lehrmethoden des Budo (Shu-Ha-Ri)
  • Anspruch und Bedeutung des „Kampfes mit/gegen sich selbst“
  • Die Innere und Äußere Haltung des „Friedvollen Kriegers“
  • Ishin-Denshin: Die „Trainerrolle“ vs. das Lehrer-Schüler-Verhältnis (Shitei)
  • Zen, die spirituelle Dimension
  • Die 6 Wirkprinzipien der Budolehre und Budopädagogik

Synergie: Grundlagen, Konzepte

  • Ergebnisse der Budo-Forschung
  • Grundlagen und Bausteine einer budospezifischen „Sonder“-Pädagogik
  • Budo im erzieherischen, sozialen oder therapeutischen Feld
  • Zielgruppen-Orientierung (welcher Ansatz wie und warum für wen?)
  • Grundlagen des Lernens und der Erziehung
  • pädagogisch/psychologische Theorien, Modelle, Ansätze
  • Ziele und Methoden der außerschulischen Jugendbildung
  • Neue Wege: Anspruch und Wirklichkeit der Erlebnispädagogik
  • „Kopf-Herz-und-Hand“ – Über ganzheitliche Pädagogik und Budo
  • Projektmanagement – vom Planen, Organisieren und Umsetzen eigener Ideen
  • konkrete Problemstellungen der Planung, Durchführung zielgruppenorientierter und themenspezifischer budo-pädagogischer Angebote und -Konzepte in unterschiedlichen Berufsfeldern
  • Ansprüche, Ziele und Chancen als Budo-Pädagoge

 Sportpädagogik, Sporttherapie

  • Theorie und Praxis des Sports als Medium Sozialen Lernens
  • Sportpädagogische Modelle in der Jugend- und Sozialarbeit

Umfang

Die Weiterbildung umfasst etwa 860 ÜE, davon sind 400 ÜE in Seminarform (Input–Vorträge, Einzel–u. Gruppenarbeiten, Workshops)
und etwa 460  ÜE in Heimarbeit (Hausarbeiten, Reflektionen, Literaturstudium sowie schriftl. Abschlussarbeit) an 29–31 Tagen zu leisten.

Die Präsenzveranstaltungen werden in 4 Modulen in verschiedenen Dojo und Ausbildungsstätten in Deutschland sowie in einer Intensivwoche in Schweden angeboten.

Die Weiterbildung ist berufsbegleitend und dauert 1,5 Jahre, welche sich über drei Kalenderjahre strecken.

Abgeschlossen wird die Weiterbildung mit einer schriftlichen Abschlussarbeit mit einem Umfang von etwa 30-50 Seiten und einem anschließenden Abschlusskolloquium.

Start der neuen Kursreihe

Die 17. Weiterbildung beginnt im September 2020.

Bewerbungsschluss ist der 30. Juli 2020. Bewerben Sie sich jetzt!

Termine

Die Termine und Orte der 17. Weiterbildung 2020-22 sind:

(1) 4.-6. September 2020 (Modul I / 3 Tage) „Einführung“; Ehem. Kloster St. Gabriel, Nähe Frankfurt a. Main, Hessen

(2) 4.-7. Februar 2021 (Modul II / 4 Tage) „Budo“; N.N. (Leipzig, Sachsen)

(3) 8.-16. Mai 2021 (Module III-V / 10 (12) Tage) „Budo & Budo- pädagogik–Intensiv“ in Südschweden, Småland (Budoborg) *

(4) 29. Juli bis 1. August 2021 (Modul VI / 4 Tage) „Budopädagogik“; N.N. (vrstl. in Greifswald/Ostsee, Mecklenburg-Vorpommern)

(5) 7.-9. Oktober 2021 (Modul VII / 3 Tage) „Budopädagogische Lehre und Praxis“; Kangen-Dojo, Harzgerode, Sachsen-Anhalt

5b) Fakultativ: Zusätzliches Wochenende im Januar 2022 für Interessenten zur Prüfungsvorbereitung möglich, Hanau/Frankfurt a. M., Hessen (exklusiv)

(6) 4.-6. März 2022 (Modul VIII / 3 Tage) „Abschlusskolloquium“ in der Kampfkunst- Akademie Stade, Niedersachsen
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* gemeinsame An- und Abreise/Busfahrt ab Stade möglich; auch preiswerte Reise per Flug nach Kopenhagen, DK, (ab 50,00 Euro) und Weiterfahrt per Zug nach SE möglich (2 Std), dann Abholung von Lessebo (SE) mit PKW in die Waldidylle, Landgut Öljeholm

Während des Kurses können bei dringendem Bedarf die Veranstaltungsorte auch wechseln oder Seminarteile und -inhalte alternativ in Blockveranstaltungen nachgeholt / zusammengefasst werden! Aus besonderem Grund ausfallende Seminare und Module des Anbieters werden durch alternative Ersatz-/Zusatzveranstaltungen ausgeglichen.

Impressionen aus der voherigen Kursreihe 2018-2020

Stimmen zur Weiterbildung

Umfangreich und informativ, guter modularer Aufbau“

„Bezüglich der Kursinhalte „bleiben keine Fragen offen“. Die Ausbildung hat mein Wissen zum Thema Budo erheblich erweitert. Sie hat meine Einstellung zur Arbeit im eigenen Dojo deutlich bereichert. In einigen meiner wesentlichen Fragen zu meiner Persönlichkeit habe ich Antworten gefunden und auch den Mut zur Umsetzung. Die Ausbildung hat mir durch den Lehrinhalt, die Ausbilder und die Teilnehmer wichtige Impulse, Vorbilder und Orientierungsrichtungen gegeben, die ich nicht missen möchte. Note 1,3“.

„Jeder Kursleiter hatte immer zum Ziel, dass wir etwas lernen, verstehen oder auch mal anzweifeln dürfen. Und dass ich am Ende des Kurses bestehen soll. Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf und dem Ergebnis des Kurses. Note 1.“

„Gute und wichtige Symbiose aus Praxis und theoretischem Unterbau, mit tiefem Gehalt, reflektiert die eigene Kampfkunst, bietet Handlungsoptionen und Sinnhaftigkeit für zukünftige Handlungsfelder“.

„Neben dem vielen theoretischen Input gab es immer wieder praktischen Input. Für mich persönlich ist diese Weiterbildung nicht nur eine Weiterbildung für meine berufliche Arbeit, sondern auch für mich als Mensch gewesen. Note 1“

Stimmen zur Leitung

„Sehr kompetent, großes Wissen, “mit der Hand des Teufels und dem Herz des Buddha“ – vermittelt sein Wissen mit enormer Energie und Leidenschaft, dabei versteht er es, Menschen zu begeistern und sie zum Nachdenken anzuregen, fordert sie heraus, aus sich herauszukommen und zu öffnen, und gleichzeitig auf der anderen Seite einfühlsam. Note 1“

 

Sicher und kompetent. Sehr klare und starke Aussagen.“

„Repräsentiert den Begriff Budo in beeindruckender Komplexität, Praktikabilität und Greifbarkeit – jedoch immer mit weiser und meisterlicher Distanz, welche zum Selbststudium reizt und auffordert. Beeindruckt durch einen sehr vielseitigen und gereiften Erfahrungsschatz. Autoritativ, führend – ohne dabei Raum zu nehmen, Lehrer und Freund zugleich im Sinne von Shitei. Note 1“.

„Dominant, führend, zweifelsfrei der Spiritus Rektor. Überzeugendes Fachwissen, sehr belesen, große Praxiserfahrung bezüglich des Budo und der Ausbildungspsychologie. Note 1“

„Sehr kompetenter Lehrer. Er hat praktisch wie theoretisch einen unerschöpflichen Wissensschatz, den er gern teilt. Er möchte, dass die Teilnehmer die bestmögliche Ausbildung genießen. Das spürt man in jedem einzelnen Modul. Er bleibt bei aller Strenge und Genauigkeit der Lehre nicht der distanzierte Lehrer, sondern wird verbindlich und persönlich. Man spürt, dass ihm an den Teilnehmern und vor allem am Thema Budopädagogik sehr viel liegt. Herr Wolters will bei den Kursteilnehmern erreichen, dass sie am Ende des Kurses nicht nur bestehen, sondern dass sie begreifen, dass sie umsetzen wollen und können, was sie gelernt haben. Jeden Teilnehmer dahin gehend individuell zu fördern, ist sein erklärtes Ziel. Note 1. “